Joern Grothkopp

The Annexation of Future and Time – Interview with Painter Joern Grothkopp

Dirk Dobiéy Insights, Interview 0 Comments

Deutsche Version unten / German version below

Painter Joern Grothkopp already decided to become an artist when he was quite young. Likewise small decisions that he has to take while painting a picture, this important step for him was about an inner certainty: “If you’re not aware of the result before and finally you get surprised by yourself – this is annexation of future and time. It gives you self-confidence as well as self-coordination within this huge context where you don’t know where you’re standing. Through creating you become creative and can break with it.” Also the result of a decision is not clear from the beginning it doesn’t mean that the painter decides like arbitrary: “While working you feel that you do a thing on a certain base. It’s not that you think about ten different options and after you just decide randomly for one of them. Rather you feel that you have to pick the one and right option.”

The artist doesn’t work alone in his studio, he shares it with Sebastian Heiner, also painter. So it happens frequently that they give feedback to each other: “We already talk about it while creating but we try not to disturb each other. We know that there is a sensitive creative phase. It also can give a drive that has a negative impact.” Critique for Grothkopp is sensitive as it is a very important matter. That’s why he also allows external critique to get through to him: “You always have to try to localize the other one so you can see from which position he says something. As such many things are put into perspective. The rule is to be careful and to acknowledge the benefit at the same time. It is hard to feel, think and talk without any stereotypes.” To work collaboratively already was a fixed part of the working process when he was studying at the popular art academy in Dresden. Important part of teamwork was not just to analyze each other but also to come closer on a personal level. One thing conditions the other: “You try to integrate it and after a while you get to know each other.” You can explore more about Grothkopp’s perspective on the artistic process  in the complete interview (German only).

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Joern Grothkopp Badende 3

 

Deutsche Version / German Version

Die Aneignung von Zukunft und Zeit – Interview mit dem Maler Jörn Grothkopp

Der in Berlin lebende Maler Jörn Grothkopp entschied sich bereits in jungen Jahren dafür Künstler zu sein. Wie die kleinen Entscheidungen, die er beim Malen eines Bildes trifft, hatte auch dieser wichtige Lebensschritt etwas mit innerer Gewissheit zu tun: „Wenn man etwas selber macht und man sich des Ergebnisses vorher noch nicht bewusst ist und es einen schließlich selber überrascht, dann ist das eine Aneignung von Zukunft und Zeit. Das gibt einem ein wenig Selbstvertrauen und Selbsteinordnung in diesem riesigen Kontext, in dem man nicht genau weiß, wo man steht. Durch das Gestalten wird man aktiv und kann damit brechen.“ Auch wenn das Ergebnis bzw. die Folgen einer Entscheidung vorher noch nicht klar auf der Hand liegen, heißt das nicht, dass der Maler willkürlich entscheidet, sondern im Gegenteil: „Man spürt beim Arbeiten warum man etwas auf eine bestimmte Weise tut und nicht anders. Es ist nicht so, dass man sich zehn Varianten überlegt und sich dann völlig zufällig für eine entscheidet, sondern man spürt, dass diese eine Variante unumgänglich ist, dass dies jetzt die richtige Entscheidung ist.“

Der Künstler arbeitet nicht alleine in seinem Atelier, sondern teilt es sich mit Sebastian Heiner, ebenfalls Maler. Natürlich kommt es daher dazu, dass sie sich gegenseitiges Feedback geben: „Wir sprechen auch schon während des Entstehens darüber, aber möglichst ohne den anderen zu stören. Wir wissen, dass es eine sensible, kreative Phase gibt, dann kann es eine auch eine Tendenz oder einen Schwung geben, der sich negativ auswirkt.“ Kritik ist ein empfindliches Thema für Gröthkopp, doch gleichzeitig auch enorm wichtig. Deshalb lässt er auch Feedback von außen zu: „Man muss immer versuchen den Anderen zu lokalisieren und zu sehen aus welcher Position er etwas sagt. Dadurch relativiert sich auch vieles. Es gilt vorsichtig mit diesen Dingen umzugehen, aber trotzdem etwas daraus zu ziehen. Es ist schwer ohne Schubladen zu fühlen, zu denken oder zu sprechen.“ Gemeinschaftlich zu arbeiten, war bereits fester Bestandteil des Schaffensprozesses, während er an der Kunstakademie in Dresden studierte. Ein wichtiger Teil des gemeinsamen Arbeitens war nicht nur die gegenseitige Analyse, sondern auch das Annähern auf persönlicher Ebene. Das eine bedingt das andere: „Man versucht es einzuordnen und mit der Zeit lernt man sich gegenseitig kennen […].“ Mehr über Jörn Grothkopp’s Perspektive auf den künstlerischen Arbeitsprozess und vieles mehr können Sie im vollständigen Interview entdecken.

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Joern Grothkopp Mila 1

Picture Source: The artist

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