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Attitude is More Important than Motive – Interview with painter Rudi Kargus

Dirk Dobiéy Insights, Interview 0 Comments

English Version / Deutsche Version Unten

Painter Rudi Kargus was born in 1952 in Worms, Germany. From 1971 to 1989 he was known to the world as a professional soccer player, among other teams at Hamburger SV. After his active sports career he turned to painting in 1996.

“I am often asked whether there are similarities between football and art. I answer there is none; the only thing in common is the intensity.” Kargus describes the two worlds that strongly influenced him both in their own way. “When I stand in front of a painting and somebody comes in and speaks to me, it may well be that I do not answer, or absently say something, because I am so engaged with what I am doing.”

During the interview with Age of Artists the painter describes his way into art and how he found his place in front of the canvas. In the beginning he worked mainly on various painting techniques. His appreciation for critique helped him to advance intensely while it was perceived unusual by his art teachers. For him this ability has never been something special: “It was no problem for me, because I was used to it from sport. It fascinated me to adopt and implement the feedback. I was a fighter.”

Rudi Kargus is no longer the same he was once on the playing field. “I would have never imagined what art does with me. Art has given me a completely different view of the world and changed me as a person.”

When Kargus works, it is mainly internal processes that drive him and not rational considerations: “The work itself, standing in front of the canvas, painting, being able to do what I want, I feel is the essential element of painting. When I stand at the easeI I have an idea and a motive of what I want to do, but while painting it fades into the background, because it’s more about my mental state, my position and what I make of that. In front of the canvas sometimes movements or mandates emerge that are really uncontrolled, and that I cannot explain either. Why do I feel the bright place there has to go? The attitude is ultimately more important than the motive and the craft itself.”

When one asks Rudi Kargus how he assesses his own way into art in retrospect, he tells a short story: “An art historian that gave an introduction to one of my exhibitions once shared his version of my life. What he said was that I was always an artist that had to make a detour through sport. Maybe he is right. ”

Read the full interview here. (In German only)


Deutsche Version

„Die Haltung ist wichtiger als das Motiv“- Rudi Kargus im Interview mit AoA

Der Maler Rudi Kargus wurde 1952 in Worms am Rhein geboren. In den Jahren 1971 bis 1989 wurde er der Weltöffentlichkeit als Profifußballspieler u.a. beim Hamburger SV bekannt. Nach seiner aktiven Sportkarriere wandte er sich 1996 der Malerei zu.

„Ich werde häufig gefragt ob es Parallelen vom Fußball zur Kunst gibt. Ich antworte, es gibt keine, das einzige gemeinsame ist die Intensität.“, beschreibt Kargus die zwei Lebenswelten, die ihn jede auf ihre eigene Weise stark geprägt hat. „Wenn ich an der Leinwand stehe und es kommt jemand rein und spricht mich an, dann kann es sein, dass ich gar nicht antworte oder geistesabwesend was sage, weil ich so in der Beschäftigung drin stecke.“

Im Interview mit Age of Artists beschreibt der Maler seinen Weg in die Kunst und wie er seinen Platz an der Leinwand fand. Als er sich der Malerei zuwandte arbeitete er vor allem an verschiedenen Arbeitstechniken. Seine Kritikfähigkeit brachte ihn dabei besonders intensiv voran und wurde von Kunstdozenten als ungewöhnlich wahrgenommen. Für ihn selber war diese Fähigkeit nie etwas Besonderes: „Das war für mich kein Problem, weil ich das aus dem Fußball gewohnt war. Es hat mich fasziniert die Kritik anzunehmen und umzusetzen und ich war da ein Kämpfer.“ Trotzdem ist Rudi Kargus nicht mehr derselbe, der er einst auf dem Rasen war: „Ich hätte mir das nie vorstellen können, was die Kunst mit mir macht. Die hat mir einen vollkommen andern Blick auf die Welt beschert und mich als Mensch verändert.“

Wenn Kargus arbeitet, sind es vor allem innere Prozesse und nicht rational erklärbare Elemente, die ihn antreiben: „Das Arbeiten, selbst an der Leinwand stehen und malen und machen können was ich will, empfinde ich als den entscheidenden Moment in der Malerei. Wenn ich an der Leinwand stehe habe ich eine Vorstellung und ein Motiv was ich machen will, das tritt aber beim Malen in den Hintergrund, denn es geht mehr um meine Befindlichkeit und wie ich dazu stehe und was ich daraus mache. An der Leinwand finden manchmal auch Bewegungen oder Aufträge statt die wirklich unkontrolliert sind. Die ich auch nicht erklären kann. Warum ich das Gefühl habe die helle Stelle da muss weg? Die Haltung ist dann letztlich wichtiger ist als das Motiv und das Handwerk selbst.“

Wenn man Rudi Kargus fragt, wie er seinen eigenen Weg zur Kunst rückblickend einschätzt, dann erzählt er von einem Kunsthistoriker, der eine seiner Ausstellungen eröffnetet und seine Sicht auf Kargus´ Entwicklung beschrieb: „Was er sagte ist, dass ich schon immer Künstler war und nur diesen Umweg über den Sport machen musste. Vielleicht hat er Recht.“

Lesen Sie das vollständige Interview hier.

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Rudi Kargus Die Suche


Picture source: Courtesy; The Artist

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