Laura Kuch

Fehler als kreatives Prinzip: Interview mit Laura Kuch auf Deutschlandradio Kultur

Dirk Dobiéy Education, News, Uncategorized 0 Comments

Den falschen Film für den Oscar nominiert? Sicher ein Fehler aber nicht so schlimm meint die Künstlerin und Age of Artists Mitglied Laura Kuch im Interview mit Deutschlandradio Kultur. „Man könnte aber auch aus einer ganz anderen Perspektive da mal draufschauen und könnte sagen, da ist ja was ganz Ungewöhnliches, was ganz Überraschendes passiert, etwas, was in Erinnerung bleibt und sich eben auch abhebt von dem sonst so perfekten oder makellosen Ablauf in so einer Oscar-Verleihung.“ Allenfalls ein Schlamassel also. Vielleicht etwas größer als die sympathische Tatsache, dass Laura Kuch’s Interview-Partner Julius Stucke in der Einführung zum Thema Fehler den Oscar mit dem Grammy verwechselt.

Es kommt eben darauf an wie man damit umgeht und was man daraus macht. “Ein Ereignis das geschah,” meinte der Musiker Herbie Hancock über die Reaktion von Miles Davis auf etwas das Hancock selbst bei einem gemeinsamen Konzert gründlich misslang. Dabei führte Hancock’s Erlebnis nicht dazu ab diesem Zeitpunkt immer falsch zu spielen, sondern wie Laura Kuch meint, eine Aufmerksamkeit dafür zu entwicklen, dass Fehler möglich sind und mitunter auch produktives Potenzial in sich tragen. Dabei stellt Laura Kuch klar, dass dies “kein Aufruf zur Unachtsamkeit oder willkürlichem Handeln sein soll. Aber zum einen, Fehler zu machen, ist ja ein Element, das uns durch dieses Menschlichsein alle verbindet.” Für Laura Kuch geht es darum, “auch diese Aufmerksamkeit dafür zu entwickeln. Im künstlerischen Schaffensprozess sind Fehler integraler Teil von diesem gestaltenden Prozess, der auch immer ein offener Prozess ist.”

“Ich gebe Ihnen mal ein Beispiel aus meinen Seminaren: dass die Teilnehmer zum Beispiel am Anfang die Augen schließen und sich den perfekten geometrischen Kreis vorstellen. Und wen sie den dann meinen, so klar vor ihrem inneren Auge zu sehen, dann öffnen sie die Augen wieder und zeichnen diesen Kreis mit schwarzer Tusche auf einem leeren Blatt Papier nach. Was da natürlich herauskommt, sind natürlich nicht eine Vielzahl an perfekten geometrischen Kreisen, das wäre ja auch todlangweilig. Stattdessen haben wir viele ganz einzigartige Kreise, von denen jeder was ganz Besonderes hat.

Lesen oder hören Sie das vollständige Interview mit Laura Kuch hier und erfahren mehr über das Seminarangebot von dem sie im Interview spricht.

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