Hye Young Kim Zurich

I consider it as my job to create something new: Korean painter Hye Young Kim about her artistic mission

Dirk Dobiéy Insights, Interview 0 Comments

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Since she was a child, Hye Young Kim liked to be a painter. With her passion for painting she is an exception in her family but nevertheless she was supported by her parents: “This encouragement was very important for me when I was young and it still is in these days.”

However, it’s not only praise that influences her, but also rational critique: “Of course you have to know about the difference between critique and a simple decline. True critique is relevant for me and everybody who knows me and my arts can express helpful critique. I take critique seriously and I also become sad if the critique was negative.”

Moreover she sets herself certain targets related to what she wants to achieve with her art: “I want the ambiguity and the contradiction to take place. It must not have this one fantastic and breathtaking moment. If something is beautiful there is always the risk, that you might not like to look at it next day. But if something is strange you cannot get rid of it and you start to dispute about it.”

Although she has certain objectives in her mind the way to reach them is not pre-defined at all. Rather she gives her intuition room to develop. “Normally my inspirations happen at the daily routine. I used to be at airports frequently because I travelled a lot around Europe. There I took a lot of photos and I photographed very normal things. If I liked the colours and themes on the photos I just started painting them.”

Coincidence plays an essential role, too: “I start unknowingly but finally I have to become conscious of what is happening. At the beginning the colours have to play by themselves but later I have to control them. I never know what will happen during the journey from the uncontrolled to the controlled. But I enjoy it. At the beginning there are many spots where work is in progress and they are all tidy in the end. The process of tidying up cannot be avoided because at first I let the chaos be.”

Ultimately the chaos finds shape in very different versions. In this manner she always can develop something new. “I always have to paint new things and I may not bore myself. It is always the search for something new. I consider it as my job to create something new”, she points out her intention.

Read the full interview with Hye Young Kim (German only)

hye_young_kim_webHye Young Kim

German version / Deutsche Version

Ich sehe es als meinen Job etwas Neues herzustellen: Die koreanische Künstlerin Hye Young Kim über ihre künstlerische Berufung

Bereits seitdem sie noch ein Kind war, möchte Hye Young Kim Künstlerin sein und stellt mit ihrer Leidenschaft fürs Malen eine Ausnahme in ihrer Familie dar. Trotzdem, oder gerade deshalb, erfuhr sie die Unterstützung ihrer Eltern: „Dieser Zuspruch war mir als Kind sehr wichtig und ist es auch heute noch.“

Aber nicht nur das Lob, sondern auch rationale Kritik beeinflussen sie in ihrer Arbeit: „Natürlich muss man den Unterschied zwischen Kritik und schlichter Ablehnung kennen. Echte Kritik ist für mich relevant und wenn man meine Kunst und mich kennt, dann kann man Kritik üben. Ich nehme Kritik sehr ernst und bin auch traurig, wenn sie negativ ausfällt.“

Außerdem setzt sie sich selbst bestimmte Ziele bezüglich dessen, was sie mit ihrer Kunst erreichen möchte: „Ich möchte, dass diese Ambiguität, dieser Widerspruch stattfindet. Es muss nicht diesen fantastischen, atemberaubenden Effekt haben. Wenn etwas zu schön ist, geht man auf dem Drahtseil, weil man es vielleicht am nächsten Tag schon nicht mehr sehen kann. Doch wenn etwas komisch ist, bekommt man nicht genug davon und fängt an sich damit auseinanderzusetzen.“

Obwohl sie gewisse Vorstellungen und Ziele durchaus vor Augen hat, ist der Weg dorthin nicht eindeutig beschildert. Im Gegenteil, bereits von Anfang an lässt ihrer Intuition einen großen Raum. „Die Inspirationen passieren normalerweise im Alltag. Früher war ich häufig in Flughäfen, weil ich viel innerhalb Europas gereist bin. Dort habe ich viele Fotos gemacht und ganz normale Dinge fotografiert. Wenn mir die Farben und Motive auf den Fotografien gefallen haben, habe ich angefangen diese zu malen.“

Auch der Zufall spielt eine entscheidende Rolle: „Ich fange unbewusst an und muss mir am Ende sehr bewusst werden. Am Anfang müssen die Farben selber spielen, doch am Ende muss ich es kontrollieren. Was auf dem Weg vom Unkontrollierten zum Kontrollierten passiert, weiß ich nie genau, aber ich genieße es. Es gibt am Anfang viele Baustellen und am Ende sind sie alle aufgeräumt. Das Aufräumen findet zwangsläufig statt, weil ich am Anfang das Chaos zugelassen habe.“

Das Chaos findet seine Form letztlich in den unterschiedlichsten Varianten, sodass sich stets etwas Neues entwickeln kann. „Ich muss immer neue Sachen malen und darf mich nicht langweilen, es geht also immer im die Suche nach dem Neuen. Ich sehe es als meinen Job etwas Neues herzustellen“, bringt sie die Intention ihres Schaffens auf den Punkt.

Lesen Sie das vollständige Interview hier.


Blog post by Benjamin Stromberg, Translation by Hendrik Achenbach

Picture Sources: Hye Young Kim, Portrait: Age of Artists

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