“It’s impossible to create resonance at a certain time.” Interview with Sociologist Hartmut Rosa

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Rosa emphasizes that there is neither intention nor it’s possible to call up instantly such a resonance. “It’s impossible to create resonance at a certain time. I think a universal problem is the objective of making things available. My interpretation is that there is always an uncontrolled moment in art, in terms of production as well as of reception. You cannot say tomorrow I’m going to be creative at 2 pm. It always has to come along with the sweeping moment that I call resonance. The uncontrollable is part of this moment.” Right the contrary Rosa criticises the demand of making those oases of resonance available. It seems like this attempt is not only doomed to failure only, but it devalues the magic of resonance, too. Nevertheless Rosa could imagine “to create certain conditions to make it easier to access but without creating artificial oases of resonance. It shouldn’t be like if someone feels bad then he can go to the relaxing-room or the art-room. Rather it has to percolate through whole working structures.”

Please access the full interview here (German only).

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“Es ist unmöglich, zielgenau zu einer bestimmten Uhrzeit Resonanz zu erzeugen, das klappt nicht.” Interview mit dem Soziologen Hartmut Rosa

“Ich glaube ein Problem ist das universelle Verfügbarmachen. Nach meiner Deutung ist in der Kunst sowohl auf der produktiven als auch auf der rezeptiven Seite immer ein Moment der Unverfügbarkeit dabei. Man kann nicht sagen, morgen um zwei Uhr bin ich kreativ. Da muss immer dieses überschießende Moment hinzukommen, das ich als Resonanz bezeichne, und die Unverfügbarkeit ist ein Teil dieses Moments.” Ganz im Gegenteil kritisiert Rosa den Versuch Resonanzzonen allzeit verfügbar zu machen zu wollen.

Es scheint, als ob der Versuch nicht nur zum Scheitern verurteilt wäre, sondern auch, dass er der Resonanz den Zauber nehmen würde. Dennoch kann sich Rosa vorstellen, dass es möglich wäre “bestimmte Bedingungen dafür [zu] schaffen, die den Zugang erleichtern.” Aber mit dem Hinweis, dass keine künstlichen Resonanzoasen geschaffen werden sollten. Also nicht nach dem Motto: Wenn es jemandem schlecht geht, dann kann er in den Entspannungs- oder Kunstraum gehen, sondern so, dass es die gesamten Arbeitsstrukturen durchdringt.”

Das vollständige Interview mit Hartmut Rosa lesen Sie hier.


Resonanz steht im Zentrum des neuen Buches von Hartmut Rosa, das als Gründungsdokument einer Soziologie des guten Lebens gelesen werden kann. An seinem Anfang steht die Behauptung, dass sich die Qualität eines menschlichen Lebens nicht in der Währung von Ressourcen, Optionen und Glücksmomenten angeben lässt. Stattdessen müssen wir unseren Blick auf die Beziehung zur Welt richten, die dieses Leben prägt und die dann, wenn sie intakt ist, Ausdruck stabiler Resonanzverhältnisse ist.

Rosa’s neues Buch erscheint im März.

Picture Source: Hartmut Rosa, © juergen-bauer.com

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